Die Wahrheit über „emotionally unavailable“ Typen (nein, es gibt kein Happy End)

Die Wahrheit über den emotionally unavailable Typen

Ich habe mich von einem Menschen getrennt den ich geliebt und vertraut habe – von seinem Partner enttäuscht und verletzt werden ist  nie schön. Ich habe einen wichtigen Menschen verloren, und auch wenn meine Intuition sagt es war das richtige, tat es einfach verdammt weh. Darum sind wir auch zweimal nochmal zusammengekommen – bis ER dann auf dreisteste Weise einen Schlussstrich gezogen hat. Doch von Anfang an:

Als wir zusammen kamen, stand schon fest dass ich reisen würde. Ohne ihn.

Er schob mir die Schuld in die Schuhe, dass er depressiv wurde als ich weg war – also buchte ich ihm Flüge nach Thailand. Und ja, ich habe sie gezahlt. Er trat die Flüge nicht an – es ist zu kurzfristig, eine Woche zu kurz, er muss lernen (als ob),  blabla.

Als ich zurückkam, war es nicht mehr so wie vorher und lief in einer Abwärtsspirale.

Er kiffte, auch im Elternhaus. Obwohl er seinen Eltern (und auch mir) versprach, damit aufzuhören.

Er schwänzte die Schule, obwohl er bereits das Abschlussjahr wiederholt und keine überragend guten Noten hat.
Er bleibt dann solange im Bett liegen bis seine Eltern das Haus verlassen und ich soll in der Zeit natürlich leise sein damit das ganze nicht auffliegt.

Wenn er doch mal in die Schule ging, kam er nachmittags nachhause und hat bis spät abends gezockt, wobei ich ihn besser bloß nicht nerven sollte.
Das maximale an Aufmerksamkeit war, wenn der Herr sich entschied Sex haben zu wollen. Und blöd wie ich war, habe ich darauf eingelassen. Mittlerweile ist meine Selbstliebe und mein Selbstrespekt zum Glück groß genug um ganz klar NEIN zu sagen!

Er hat meine Tagebücher gelesen als ich auf Reisen war, und meinte als Reaktion darauf:
„also laut Deinen Tagebüchern hast Du Dich so oft geändert – da weiß ich doch morgen gar nicht mit wem ich zusammen bin! Ich weiß nicht ob wir unter den Umständen zusammen sein können.“

Ach, jetzt soll ich mich etwa dafür entschuldigen dass er mein Tagebuch gelesen hat? Das ist der krasseste Vertrauensbruch den man begehen kann. Eine Freundin hat ihn vor vielen Jahren bei mir begangen und mein Freund wusste davon. Er WUSSTE wie krass ich das finde und wie sehr es mich verletzt hat.

Er hat mich oft einfach aus Bequemlichkeit nicht mit dem Auto abgeholt, und ich musste dann eine Stunde durch die dunkle Kälte fahren.
Er kann nach einem Bier, dass er vor einer halben Stunde getrunken hat, nicht fahren – aber breit wie ein Haus nach zahlreichen Joints geht schon. Ja, schon klar.

Oder es ging mir einfach emotional nicht gut, ich hätte es echt gut gebrauchen können dass er mich abholt. Das Auto stand ja eh vor der Tür. „Ich versteh echt nicht warum Du jetzt nicht mit der S-Bahn fahren kannst…“

Dass Frauen manchmal emotional sind und einfach Trost brauchen, anstatt „ich schnall jetzt echt nicht was mit dir los ist, warum heulst Du denn jetzt rum“…

Den Unterschied zwischen „Qualitätszeit“ und „man sieht sich halt“ konnte ich ihm auch nicht vermitteln. Da wir vorübergehend zusammen bei ihm im Elternhaus gewohnt haben (eben solange bis ich was eigenes habe, denn zusammen ziehen wollten wir nicht) sahen wir uns ja jeden Tag.

Ständig machte ich Vorschläge, was wir unternehmen könnten. Allein schon simple Dinge wie spazieren gehen waren nicht möglich. Schwimmen, Therme, in die Berge fahren … kannst Du vergessen.

Ursprünglich wollte ich eine Wohnung in Dachau, in seiner Nähe mieten. Gott sei Dank ist es nicht so gekommen. Jetzt habe ich eine kleine, aber sehr schöne Altbau 1-Zimmer Wohnung in München Laim. Stellt euch mal vor, ich wäre wegen ihm nach Dachau gezogen und säße jetzt in dieser Kleinstadt fest, nachdem die folgende Aktion passiert wäre …

Der Abend als ich mich das erste mal trennte war quasi erst der Anfang vom Ende.

Er zockte mal wieder stundenlang, ich meinte es gut mit ihm und wollte das er lernt. Schließlich würde ich mir einfach so für ihn wünschen, dass er das Abi beim zweiten Anlauf schafft und somit endlich mal ein Erfolgserlebnis hat. Ich weiß noch, wie stolz ich auf mich war, dass ich es geschafft hatte!

Erst steckte ich das WLAN vom Strom ab – er steckte es wieder ein und so ging das ein paar Mal hin und her. Ich nahm in das Kabel für seinen PC weg und versteckte es – daraufhin nahm er mein iPhone samt  Kreditkarten. Wir reden hier von 3 Euro vs. Wert des Handys und Kreditkarten, von denen er die PIN weiß.
Natürlich bin ich da wütend geworden, was soll ich denn denken – er hat quasi freie Fahrt mir sämtliche Beträge von den Kreditkarten abzubuchen.

Enttäuscht und verzweifelt zog ich mir die Jacke über und bin in den dunklen Schneesturm rausgetappt…

Und wie es das Universum so will, zieht es Dich immer zu den Menschen die Du in dem Moment brauchst. Und so fand ich mich einen einem spirituellen Steine- und Kristallladen. Gleichgesinnte Menschen! Manchmal ist das Universum schon cool 😀

Die Frau, die den Laden besitzt hat sofort gespürt, was eigentlich los ist und warum ich hier sein soll. Wir haben noch 1,5 Stunden nach ihrem Feierabend gesprochen. Ich habe ihr alles erzählt, von meinem Freund, dass ich ausziehen werde usw. Und bin dann zu einem Entschluss gekommen, den ich davor wochenlang zu unterdrücken versuchte – ich will mich trennen.

Zur Beruhigung und um Klarheit zu finden, stapfte ich noch weitere 20 Minuten im Schnee herum – um dann mit nassen Füßen ihm das Kabel zurückzugeben mit den entscheidenden Worten: „Ich wil mich trennen“.

Wir haben gesprochen, er zeigte sich kalt und emotionslos. Dann folgte ein Dreier Gespräch mit seiner Mutter, nachdem ich ihr  von der Trennung berichtete. Ich wollte dass sie es von mir als erstes erfährt und ich habe ihr auch alles gesagt, was sie wissen muss. Ich hab lange für meinen Exfreund gedeckt obwohl ich mit den Sachen überhaupt nicht einverstanden war.

Um ihm ein wenig Abstand zu geben, wollte ich auf der Couch schlafen. „Nein passt schon, Du kannst auch im Bett schlafen, ist mir eigentlich egal.“

Nach einer Zeit nahm er meine Hand, er war zu mir gedreht und wir fingen beide an  zu weinen. Wir sprachen nochmal und ich beschloss ihm noch eine Chance zu geben.

Am nächsten Tag fuhr er meine Sachen in die neue Wohnung. Er war süß und ich hoffte insgeheim dass sich die Dinge ändern würden.

Wir hatten eigentlich vereinbart, dass er am Wochenende mit zum IKEA kommt – ist doch schließlich auch aufregend die neue Wohnung der Freundin einzurichten und macht Spaß.
Er kam nicht mit, er ging lieber Skifahren.
Ich ließ das Bett und den Tisch liefern, da wir das als zierliche Frauen nicht in den dritten Stock hochbekommen würden.

Als es daran ging, das Bett aufzubauen, schaute er einmal in die Anleitung und sagte dann „Nein, das schaff ich nicht, Du musst einen Monteur rufen“. Wir reden hier von IKEA!

Letztlich kam eine Freundin, die ihm genaue Anweisungen gab – und nach 6 Stunden war das Bettgestell fertig. Jedoch keine Lampe drin, und die bekam er natürlich nicht rein. Bei 2,70 hohen Wänden brauch ich selbst mit Stuhl nicht anfangen.

Wir einigten uns auf den nächsten Morgen, da war er jedoch zu faul und wollte lieber mit mir schlafen. Ich erwiderte, er soll doch bitte die Lampe reinschrauben, schließlich hatte er es versprochen. War natürlich nicht, er ging dann.

Auf Nachfrage half er mir nicht mit den restlichen Möbeln, stattdessen half mir der Freund meiner Mama. Da ist mir sowas von der Kragen geplatzt. Ich war wütend, enttäuscht und überfordert mit der neuen Situation. Ich trennte mich erneut – per Whatsapp. Klar, keine schöne Art, macht man nicht und so. Ich weiß. Sehe ich ja auch ein. Was er während der Beziehung brachte ist jedoch auch keine feine Art.

Dennoch vermisste ich ihn. Darf man Liebeskummer haben, wenn man diejenige war, die sich getrennt hat?
Es ist mir egal, was man darf oder nicht. Ich habe ihn sehr vermisst und bat ihn um ein Gespräch.

Er zeigte keinerlei Einsicht und entschuldigen fand er auch überbewertet. Er hat mir jedoch so gefehlt, dass ich mich erneut auf ihn einließ. Es wurde nicht besser. Ich verließ mich schon gar nicht mehr auf ihn.

Und nach einer Woche zog er dann den letzten Schlussstrich, auf eine so dreiste Weise dass ich bis heute nur drüber lachen kann.

Nachts um halb drei ruft er mich an mit „Ey mach mal deine Tür auf“. Steht dann stockbesoffen in der Tür und will hier schlafen, weil die letzte Bahn schon gefahren ist. Stinkt mir das ganze Bett voll mit seiner Alkfahne, und selbst am nächsten Morgen nach dem Duschen und Zähneputzen verströmte er einen so unangenehmen Gestank, dass ich ihn nicht küssen wollte. War ihm egal, Sex will er trotzdem. Klar bin ich so bescheuert und lass mich auch noch drauf ein …

10 Minuten später verlässt er mich.

Ja, wirklich. Kein Scherz.

„Ich glaube wir passen doch nicht so gut zusammen“. „Sei nicht traurig, wir hatten doch eine schöne Zeit“. Bei jedem Satz will ich Bullshit schreien!

Mir geht es gut, ich bin nicht traurig oder wütend. Sondern froh, dass es vorbei ist.

Dass mir alle (auch meine Mama!) dazu beglückwünschen bestätigt mich in meinem Wissen, dass es gut so ist.

Warum ich das alles erzähle?

Jedenfalls nicht weil ich noch Groll gegen ihn hege oder mich rächen will. Sondern weil es Tausende, wenn nicht Hunderttausende Frauen gibt, die auf genau denselben Typ „Mann“ (den das ist nichtmal wirklich männlich) reinfallen.

Auf den lethargischen, emotional nicht verfügbaren Jungen. Der euch gar nicht wirklich lieben kann, weil er nicht weiß was Liebe ist.
Er ist viel zu sehr mit sich selbst und wahlweise seinen Computerspielen, dem kiffen oder sonstigen destruktiven Verhalten beschäftigt ist.

Schwestern, befreit euch aus diesem Ego-Verhältnis. Das ist keine Liebe, am allerwenigsten euch selbst gegenüber. Ihr seid so viel mehr wert!

Ich jedenfalls weiß jetzt, was ich wert bin. Ich habe keine Angst davor alleine zu sein oder zu warten, da ich weiß dass sich das warten lohnt. Und in der Zwischenzeit lebe ich mein geilstes Leben und meine Berufung – Frauen dazu zu ermutigen, ihre Stimme zu nutzen. Eine Trennung kann ein erster Schritt dazu sein.

Mehr lesenswertes zum Thema von meinen Lieblingsbloggerinnen:

Die Wahrheit über den Arschlochtyp

eBook Find Love – create the relationships your heart truly desires

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Online Happiness Workshop

 

Happy Weltfrauentag – über nackte Brüste, Feminismus, Selbstakzeptanz und feminine Energie

WAS PASSIERTE ALS ICH MICH VON DER KUSCHELDECKE MEINES EX-FREUNDES TRENNTE UND WIESO SELBSTWERT DIR FREIHEIT SCHENKT

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Deutsch, Thoughts & Stories, Yoga & Soul
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3 Comments

  • Reply
    Aleks Glitzeric
    29. März 2016 at 17:56

    wooow! I love and support you sister <3 schön wie du dich befreist… self-love is growing <3
    LOVE YOU <3

    • Reply
      Lea
      29. März 2016 at 17:57

      I appreciate it so much darling ❤️

  • Reply
    Babe be you tiful
    3. April 2016 at 20:45

    liebe Lea, schön dass du so offen über alles schreibst. Das hilft so sehr. Ich wünsche dir viel Spass und Freude beim Heilen. Ich denke mir, dass sobald du bereit bist mein Buch dich ganz sicher in die Richtung bringt, die du dir wünschst. Diese Typen kennen so viele von uns und ich bin unglaublich froh, dass ich so sehr an mir gearbeitet habe um heute mit jemandem zusammen zu sein, der mich wirklich liebt von Herzen und von Seele zu Seele. Alles andere ist für mich – a waste of time :) ! Ich gratuliere dir zu deinem Mut dich selber lieben zu lernen und dich auf dich zu fokussieren. So wunderschön! Du verdienst ganz viel Liebe!!!! <3 love, d.

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